DER KONFERENZTISCH DES S. FISCHER VERLAGES IN FRANKFURT AM MAIN

In seinem glänzenden schwarzen Lack spiegeln sich die Gesprächspartner. Seine ovale Form ermöglicht den Blickkontakt von Tischecke zu Tischecke.
In den fünfziger und sechziger Jahren konferierten an diesem Tisch Lektoren und Autoren (Thomas Mann, Arno Schmidt, Hubert Fichte, Alexander Mitscherlich, Gottfried Bermann Fischer) des S. Fischer Verlages:
Buchmesse, Vertreterreisen, Verträge.
In den siebziger Jahren geriet der Konferenztisch an einen Jugendverband. Jetzt beraten an diesem Tisch die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Bundes Deutscher PfadfinderInnen:
Zeltlager, Abenteuerspielplätze, Seminarabrechnungen.

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Im August 2000 erschien in der legendären Zeitschrift BÜCHNER auf Seite 54 ganz hinten ein Beitrag von Norbert Saßmannshausen mit einem Foto, den wir oben wiedergeben.

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Jordanstraße 11

Jordanstraße 11

Munter erweitert die Kollektivkraft die Räume
und Kuchen schwimmt im Kaffee über den Tisch
sind die Gedanken im Keller zuweilen auch finster
fröhlich sind allzeit die Diebe im Antiquariat

 

Dieses Gedicht stammt nicht von Harry Oberländer. Der Autor ist unbekannt. Das Gedicht stammt aus einem sehr frühen Pflasterstrand (1977) und im Heft wird kein Autor genannt.

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Aus Wien, heute gepostet

Foto: Ellen Schulz. Danke Ellen!

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wir

Unter diesem Bann der Sehnsucht nach dem Sozialen und gesteuert von den Perspektiven und Meinungen unseres unmittelbaren sozialen Umfelds ordnen sich unsere täglichen Routinen etwa so: erst die neuesten Berichte durchgehen, dann die Filtereinstellungen nachjustieren, weiter zum noch nicht Gelesenen, das eigene Leben mit neuen Ereignissen auffrischen, ausmisten und aktualisieren (aber nicht sofort), Links setzen, um sie später noch mal anzuschauen, den/die Ex auf stumm schalten, ein geheimes board aufsetzen, eine Umfrage erstellen, über das soziale Plugin einen Kommentar abgeben, ein Video auf das Profil hochladen, zwischen „Liebe“, „Haha“, „Wow“, „Traurig“ und „Wütend“ wählen, den Leuten nachgehen, die dich erwähnt haben, Änderungen im Beziehungsstatus der anderen überprüfen, einem Opinionleader folgen, Mitteilungen empfangen, eine Photostrecke zusammenstellen, die zu deinem Avatar verlinkt, ein Bild reposten, sich im verdoppelten Verlauf der Chronik verirren, verhindern, daß Freunde meine Updates sehen, eine Empfehlung austesten, Titelbilder anpassen, must-click-Überschriften erstellen, mit einem Freund oder einer Freundin chatten und nebenbei feststellen, da „1 026 595 Leute dieses Thema mögen“.

Quelle: Geert Lovinks in lettre, Plattformkapitalismus.

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Wolf Wondratschek. Trauerfeier

20. Februar 1970

  1. Lektüre

Wie eine Trauergemeinde ihren Toten beerdigt, dieser Vorgang ist beschreibbar. Wie der Pfarrer eine Bibelstelle zitiert und auslegt, wie die Orgel den Gesang begleitet, wie der Sarg zur offenen Grabstelle hinausgetragen und schweigend von der Gemeinde, die sich vor allem angemessen herumgruppiert um die rechteckige Öffnung des Grabes, gefolgt wird, das kann man nachlesen. Wie sich die Angehörigen von dem Toten verabschieden und die Freunde nacheinander den Angehörigen kondolieren und die Angehörigen den Freunden wiederum dafür danken etc.; man glaubt das wahrscheinlich sogar: wer so beerdigt wird, stirbt nicht.

Weiterlesen

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Wir schaffen das!

Wir zitieren mit der Überschrift einen Satz, der eine Vorgeschichte hat. Diese Vorgeschichte endete 1990 und wurde in dem Foto dokumentiert. Die abgebildete Aktivistin hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einer aktiven Bundeskanzlerin.

DDR das schaffen wir. Foto Norbert Saßmannshausen

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Was er sei

„Was er sei, bleibt unklar neben der einzigen Gewißheit, daß er nicht gelang.“ Bärbel Bimschas 1991.

Neu zu lesen in „Katastrophische Weiblichkeit“.

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Deutscher geht’s nicht

9.-Mai-1945„Nie waren die Deutschen deutscher als am 9. Mai ´45“ – Joachim Bruhn.

Toilettentür des Studierendenhauses in Frankfurt am Main, Oktober 2014. Foto (c): N. Saßmannshausen

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